Dom | Schatz Halberstadt

Der Domschatz Halberstadt ist ein Kirchen-, Kunst- und Geschichtsdenkmal von europäischem Rang. Er umfasst rund 1250 Einzelstücke, die zu 650 Inventarnummern zusammengefasst sind. Damit ist er der umfangreichste mittelalterliche Kirchenschatz, der in Deutschland am authentischen Ort erhalten blieb. Die überlieferten Objekte sind Zeugnisse des Glaubens. Sie zeichnen sich durch eine außerordentliche Vielfalt und Fülle sowie eine bemerkenswerte Qualität aus. Weltberühmt sind beispielsweise die romanischen Bildteppiche, die ab der Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden sind.


Etwa 300 liturgische Gegenstände und Gerätschaften werden in der historischen Domklausur präsentiert. Dazu gehören Goldschmiede- und Elfenbeinarbeiten, Tafelbilder und Skulpturen, Mobiliar, Handschriften und vor allem Paramente – in kirchlichem Zusammenhang genutzte Textilien – , die besonders zahlreich und vielgestaltig vorhanden sind.

Ursprünglich war der Domschatz für den Gottesdienst in der Kathedrale bestimmt. Er vermittelt daher lebendige Einblicke in die Liturgie an einer Bischofskirche und veranschaulicht eindrucksvoll das religiöse Leben am Dom. Er dokumentiert zugleich die Entwicklung des Bistums Halberstadt, die im frühen 9. Jahrhundert begann. Mit seiner über 1200jährigen Geschichte ist der Kirchenschatz ein einzigartiges Zeugnis gelebten christlichen Glaubens, der Öffentlichkeit und Wissenschaft bis heute begeistert.