Jagdschloss Letzlingen

Jagdschloss Letzlingen

Letzlingen · Schlossstraße 10
39638 Hansestadt Gardelegen
T: +49 39088 8089-70
F: +49 39088 8089-74
letzlingen@kulturstiftung-st.de

Hotel & Gastronomie

Hotel Jagdschloss Letzlingen & Restaurant Kaiserhof
Letzlingen · Schlossstraße 10
39638 Hansestadt Gardelegen
T: +49 39088 802-00
F: +49 39088 8020-85
jagdschloss@travdo-hotels.de
www.travdo-hotels.de

Routenplaner

Anreise

Letzlingen ist direkt an der B71 gelegen, gute Verkehrsanbindungen an die Autobahnen A14 und A2 sind vorhanden. Es stehen ausreichend Parkplätze für PKW und Busse zur Verfügung. Der Schlosshof und die Räumlichkeiten in den Gebäuden sind bedingt barrierefrei.

Öffnungszeiten

Für Ihren Besuch haben Sie die Wahl zwischen zwei Zeitfenstern. Dazwischen wird das Museum für umfassende Hygienemaßnahmen geschlossen.

Bitte erwerben Sie vorab Ihre Tickets in unserem Online-Ticketshop.

Montag und Freitag

geschlossen

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag,
Sonnabend, Sonntag und Feiertag

10–13 Uhr
14–17 Uhr

letzter Einlass 16.30 Uhr

Preise

Erwachsene
3,50 Euro

Ermäßigt (Schwerbehinderte mit Begleitung)
2 Euro

Informationen zu den ermäßigten Eintrittspreisen (pdf)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

bitte erwerben Sie vorab Ihre Tickets in unserem Online-Ticketshop und beachten Sie unsere Hinweise.

Hinweise zum Museumsbesuch
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Jagdquartier der Kurfürsten, Könige und Kaiser

Im Herzen der Altmark erhebt sich das Jagdschloss Letzlingen inmitten einer geradezu märchenhaften Naturkulisse. Kein Wunder, dass sich heute in diesem Ambiente so viele Liebespaare das Jawort geben! Bereits im 16. Jahrhundert fand hier die erste Hochzeit statt. Kurfürst Johann Georg von Brandenburg, der den Jagdsitz in dieser wildreichen Umgebung errichten ließ, trat mit Prinzessin Elisabeth von Anhalt-Zerbst vor den Altar im Schloss.

Nachdem die alte „Hirschburg“ über lange Zeit in Vergessenheit geriet, erweckte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. die Jagdresidenz zu neuem Leben und ließ sie im neugotischen Stil umbauen.

Als gesellschaftliche Ereignisse von Rang zogen die Letzlinger Hofjagden, vor allem unter den Kaisern Wilhelm I. und Wilhelm II., Monarchen und Staatsmänner aus ganz Europa an. Zu Gast waren unter anderem der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck und Zar Alexander II. von Russland. 1912 wurde es still in den Gästeappartements der Hohenzollern.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges bezog das Schloss eine Internatsschule. Im Zweiten Weltkrieg diente es als Lazarett und anschließend bis 1991 als Krankenhaus. Eine umfangreiche Ausstellung zu dieser Entwicklung nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise und informiert mit vielen interessanten Details!

Schreibtisch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. kehrt nach 101 Jahren in das Jagdschloss Letzlingen zurück

Der Schreibtisch stand vermutlich bereits in den 1850er Jahren im Wohnzimmer von König Friedrich Wilhelm IV. Der Umstand, dass der Entwurf für dieses Möbelstück dem prominenten Architekten Friedrich August Stüler zugeschrieben werden kann, den der preußische Monarch mit dem Umbau des Letzlinger Jagdschlosses beauftragt hatte, verdient dabei besondere Beachtung.

Der im Schlossinventar von 1866 erstmals erwähnte Schreibtisch „von hellem gebeiztem Eichenholz mit Nußbaumholz ausgelegt“ und „mit Jagdemblemen geziert“ wird seit Juni 2021 am historisch verbürgten Standort museal präsentiert. Er gehörte zur Ausstattung des Wohnzimmers von König Wilhelm I. im „Ersten Stockwerk“ des Schlosses. Auch ein überlieferter originaler Inventaraufkleber verweist auf diesen Platz. Eine Postkarte aus den 1880er Jahren zeigt den Schreibtisch ebenfalls dort - im nunmehrigen „Kaiserzimmer“. Um 1900 wurde das Möbelstück im gegenüberliegenden Gästezimmer aufgestellt, wo es bis 1920 verblieb.

Seine Schreibplatte ist mit hochwertigen Einlegearbeiten reich dekoriert, die verschiedene Jagdszenen zeigen. Es darf angenommen werden, dass der Maler Eduard Grawert dafür die Entwürfe lieferte, die ein Kupferstecher dann umsetzte. 

Am Schreibtisch Friedrich Wilhelms IV. haben nach ihm Wilhelm I., Kronprinz Friedrich Wilhelm und Wilhelm II. gesessen und Briefe verfasst. Doch zu vermuten ist ebenso, dass ihn auch Königin Elisabeth, Friedrich Wilhelms IV. Ehefrau, bei verschiedenen Aufenthalten in Letzlingen für ihre Korrespondenz nutzte. 

Erworben mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Altmark West